Finanzierung von Existenzgründungen


Neu gegründete Unternehmen leisten einen bedeutsamen Beitrag zur Schaffung zukunftsfähiger Arbeits- und Ausbildungsplätze. Den Schritt, nach dem Hochschulabschluss eine Firma zu gründen, wagen in Deutschland allerdings vergleichsweise wenige Akademiker. Durch Ausgründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen wird Wissen jedoch besonders effizient erschlossen und auf diese Weise die Modernisierung der Industrie im jeweiligen Land unterstützt.

Für die Finanzierung von Gründungsvorhaben gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, die sich speziell an Unternehmensgründer/innen aus der Hochschule wenden oder ganz allgemein ausgerichtet sind.

Die wichtigsten Programme bundesweit und in NRW sind:

 

1. Zuschussprogramme

Mit dem EXIST-Gründerstipendium - ein Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung - werden zukünftige GründerInnen aus Hochschulen bei der Umsetzung ihrer Gründungsidee in einen Businessplan unterstützt.
  http://www.exist.de/exist-gruenderstipendium/
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert Unternehmensgründungen, die in der Regel in Zusammenhang mit DFG-Projekt stehen.
  http://www.dfg.de/forschungsfoerderung/erkenntnistransfer/informationen/index.html#3
Mit Gründungszuschuss und Einstiegsgeld fördert die Bundesagentur für Arbeit Gründungen aus der Arbeitslosigkeit.
 

http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/A05-Berufl-Qualifizierung/A052-Arbeitnehmer/Publikation/pdf/Hinweise-und-Hilfen-Existenzgruendung.pdf  (Weitere Informationen finden sich im Internet auch unter: http://www.gruendungszuschuss.de und http://www.einstiegsgeld.de)

Unternehmensberatungen werden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert.
  http://www.bafa.de/bafa/de/wirtschaftsfoerderung/unternehmensberatungen/index.html

 

2. Kredite

Die NRW.BANK bearbeitet die wichtigsten Förderprodukte des Landes NRW im Bereich Existenzgründung und -festigung.
  http://www.nrwbank.de/de/existenzgruendungs-und-mittelstandsportal/existenzgruendung-und-festigung/
Die KFW-Bank bietet verschiedene Finanzierungskredite für Existenzgründer an. Insbesondere Startgeld und Mikrodarlehn fördern Gründungen mit geringen Finanzierungsbedarf.
  http://www.kfw-mittelstandsbank.de/DE_Home/Kredite/Die_Foerderprogramme_im_Einzelnen/index.jsp
Der Mikrofinanzfonds Deutschland - initiiert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), der GLS Bank sowie die KfW Bankengruppe - vergibt kleine Kredite für Selbständige und Gründer/innen.
  http://www.mikrofinanz.net

Infos zum akkreditierten Mikrofinanzierer für die Regionen Ostwestfalen-Lippe, Ruhrgebiet sowie Hannover finden sich unter http://www.mikrofinanzzentrum.de/nrw/WirUeberUns/

... und falls keine ausreichenden Sicherheiten vorliegen: Bürgschaftsübernahme

Die Bürgschaftsbank NRW ermöglicht mittelständischen Unternehmern und Freiberuflern kreditfinanzierte Investitionen, indem sie für 80 Prozent des Darlehensbetrages (maximal 1.000.000 Euro) eine so genannte Ausfallbürgschaft gewährt. Sie übernimmt damit ein Risiko, wenn der Hausbank keine ausreichenden Sicherheiten vorliegen.
  http://www.bb-nrw.de/buergschaftsbank/unsere_aufgabe.html

 

(Tipp: Bankgespräche können unter http://www.existenzgruender.de/etraining/etraining.html trainiert werden.)

3. Beteiligungskapital

Mit dem ERP-Startfonds mobilisiert die KfW Mittelstandsbank mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) Beteiligungskapital für junge, innovative Technologieunternehmen.
  http://www.kfw-mittelstandsbank.de/DE_Home/Beteiligungsfinanzierung/Early_Stage/ERP-Startfonds/index.jsp

 

Der Gründerfonds Bielefeld-Ostwestfalen - ein Seed Capital-Fond von Sparkasse Bielefeld, der NRW.Bank und privaten Investoren  - richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, die im Bereich der Hochtechnologie, der neuen Technologien bzw. der Life Sciences tätig sein sollten (zum Beispiel in den Branchen Maschinenbau, Gesundheitswirtschaft, Biotechnologie, Energie- und Umwelttechnik oder wissensbasierte Dienstleistungen).

  http://www.sparkasse-bielefeld.de/1c6bb4158f3e6d6f/index.htm

 

 

Der High-Tech Gründerfonds investiert Risikokapital in junge, chancenreiche Technologieunternehmen. Investoren des "publicprivate partnerships" sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die KfW Bankengruppe sowie die sechs Industriekonzerne BASF, Deutsche Telekom, Siemens, Robert Bosch, DaimlerChrysler und Carls Zeiss.
 
  http://www.high-tech-gruenderfonds.de
   

Zusätzlich sollten sich Gründungsinteressierte auch über weitere Finanzierungsmöglichkeiten informieren. Kammern oder  Wirtschaftsfördereinrichtungen informieren beispielsweise über öffentliche Finanzierungsmöglichkeiten. Außerdem eignet sich zur Recherche auch die Förderdatenbank des Bundes: http://www.foerderdatenbank.de/

Ferner kann die Beteiligung an Wettbewerben eine Möglichkeit sein, weitere Finanzmittel zu erhalten. Einige Wettbewerbe haben wir daher unter den Links "Wettbewerbe" zusammen gestellt.

 

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Stand: Mitte 2007