Westfalen-Blatt
13./14.05.2000
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Wirtschaft
und Wissenschaft im Dialog
Neue Wege
der Kooperation
Bielefeld (WB). Die
Zusammenarbeit von Wirtschaft und
Wissenschaft wird immer wichtiger.
Dazu gehören auch neue Wege, um wissenschaftliches Wissen, Entwicklungen und
Ergebnisse in die Produktion zu bringen. Zwei Tage lang befassen sich 110
Wissenschaftler, Uni-Mitarbeiter und Vertreter der Fachministerien mit Fragen
der neuen Partnerschaften. Dr. Burckhard Kaddatz, Transferbeauftragter der
Universität Bielefeld: "Die unternehmerische Betätigung von Hochschulen
ist ein wichtiges Mittel, neue Wege des Technologietransfers zu
bestreiten."
In und um Bielefeld
sind nach Einschätzung von Kaddatz bereits wegweisende Neuerungen am Netz. Eine
privatrechliche GmbH hilft bereits beim Schwerpunkt von Firmengründungen aus
der Hochschule heraus. Privatwirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen
Hochschulen, Industrie und Neugründungen wird ebenso gefördert wie das
Patentwesen.
Je nach Art des Ergebnisses
kümmert sich die Hochschule umd Patentrechte oder Urheberschutz für die
pfiffigen Köpfe. Kaddatz: "Die Schutzsicherung von Forschung und
Entwicklungsergebnissen genießt großes Interesse."
Für diese Patent-
und Verwertungsfragen ist das nordrhein-westfälische Modellprojekt SAFE
gedacht, bei dem Ideen mit bis zu 43 000 Mark Fördermitteln unterstützt werden
können, und zwar gleichermaßen Professoren über Mitarbeiter bis zum
Studenten. Von landesweit 83 Fällen, in denen man Erfindern hilft, kommen
allein sechs aus Bielefeld. Sogar 70 Teilnehmer hat an der Uni inzwischen das
sogenannte Inkubatorprojekt, die sogenannte geschützte Verselbstständigung aus
der Hochschule heraus - unter Hilfestellung in Bilanzen, Marketing und Vertrieb.
Zu den Referenten des zweitägigen Treffens im Zentrum für interdisziplinäre
Forschung gehören auch Expo-Beauftragter Jürgen Heinrich und Hartmut Pausewang,
Referatsleiter von Ministerin Gabriele Behler.
Das Unternehmen Hochschule, darin sind sich die Teilnehmer des Treffens einig, kann durch sein Engagement helfen, regionales Wissenspotential auch in der Region zu halten, sich im Konzert der Konkurrenzregionen und Länder zu behaupten. Nordrhein-Westfalen entspräche damit auch dem Konzept, das in anderen Bundesländern bereits verbreitet ist. Projekte wie in Garching/München oder der FH Osnabrück stärken den jeweiligen regionalen Stellenwert solcher immer wichtiger werdender Technologietransfers.