Zenit GmbH, Zentrum für Innovation und Technik in NRW (Hg.), 2000: 

Start-Ups in Nordrhein-Westfalen, Business-Pioniere und ihre Erfolgsstories - 

Jungunternehmer aus dem "GO!"-Pool motivieren zur Selbständigkeit, 

Mülheim an der Ruhr

AMMMa AG - erfolgreiche Ausgründung aus der Hochschule

ApfelSchmidt: Comuter Aided Selling steigert den Umsatz

Catapult Web Consulting: Consulting + Web-Agentur - eine Herausforderung

(von Martina Bauer)

 

AMMMa AG - erfolgreiche Ausgründung aus der Hochschule

Sie sind jung, sie sind dynamisch und erfolgreich - die dreizehn Aktionäre der AMMMa AG, alles Ehemalige, Studierende und Doktoranden der Universität Bielefeld. Aus einem kleinen Dienstleister im Multimedia-Sektor, Mitte der 90er Jahre als Profit-Center unter dem Dach der universitätsnahen IIT GmbH "Institut für Innovationstransfer" gegründet, hat sich ein respektables Unternehmen mit vier Geschäftsbereichen entwickelt. Zum Februar 2000 als Aktiengesellschaft umstrukturiert, hat AMMMa als Multimedia-Spezialist am Markt Fuß gefaßt.

Die Geschäftsidee entstand aus der Initiative von drei Professoren der Fakultät Pädagogik der Universität Bielefeld. Die AMMMa - Akademie für Medienpädagogik, Medienforschung und Multimedia - wurde ursprünglich bei der IIT angesiedelt, um außeruniversitäre Forschungsprojekte abwickeln zu können. Die Professoren Dr. Dieter Baacke (mittlerweile verstorben), Dr. Klaus-Peter Treumann und Dr. Norbert Meder banden Studierende und Doktoranden in das Jungunternehmen ein. Um den Schwerpunkt Multimedia herum hat sich schließlich die jetzige AG gegründet, der Professor Meder als Aufsichtsratsvorsitzender noch heute verbunden ist. Dem Vorstand gehören Volker Wittenbröker als Vorsitzender und Thomas Kugel an.

Die Dienstleistung rund um die Unternehmensberatung und die Vermittlung multimedialen Know-hows stellt heute immer noch einen Schwerpunkt des Unternehmens dar. Ein wichtiger Geschäftszweig ist jedoch die Entwicklung von Multimedia-Produkten für verschiedenste Anwendungsbereiche geworden. Hier liegt der innovative Charakter des Jungunternehmens.

Was sogenannte Wissens-Managementsysteme betrifft, spielt die AMMMa AG am Markt derzeit eine Vorreiterrolle. Mit diesen Systemen wird das produkt- und organisationsbezogene Wissen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Unternehmens gesammelt, analysiert und strukturiert. Mit Hilfe der Neuen Medien Internet und Intranet werden die Informationen als Wissensbasis wiederum allen Beschäftigten zugänglich gemacht - für die Einarbeitung in neue Bereiche, für die Weiterbildung oder das operative Geschäft. Das AMMMa-Wissensmanagement-System wurde auf der Grundlage des von Professor Meder entwickelten sogenannten "Bielefelder Modells der Wissensorganisation" aufgebaut. Das AMMMa-Modell erlaubt durch die Art der Aufarbeitung eine ständige Verfügbarkeit von Informationen in Form von Theorien oder praktischen Beispielen, wahlweise in akustischer, visueller oder symbolischer Form.

Ein weiterer Geschäftsbereich der AMMMa AG sind Redaktions- und Informationssysteme für einen einheitlichen Internet-Auftritt dezentralisierter Unternehmen und Institutionen. Auch hier hat der Multimedia-Spezialist zur Einspeisung und Pflege der Daten ein eigenes System entwickelt. Es ermöglicht Firmengruppen mit unterschiedlichen Standorten, ihre Präsentation beispielsweise im Worid Wide Web über ein Server-System eigenständig zu aktualisieren und zu pflegen. Zum Dienstleistungsbereich der jungen Aktiengesellschaft gehört auch die komplette Konzeptionierung und Realisierung von Internet-Auftritten inklusive Pflege und Betreuung.

Viertes und ältestes Standbein des Multimedia-Unternehmens ist die AMMMa-Akademie. Sie deckt mit Seminaren und Workshops den gesamten Schulungsbereich der Informationstechnologie ab. Zum Angebot gehört auch die Nutzung einer Online-Akademie, die unabhängig von Seminarterminen und Veranstaltungsorten Trainingsinhalte über das Internet vermittelt. Die multimediale Akademie bedient sich ebenfalls des AMMMa-Wissensmanagement-Systems.

Zur AMMMa AG mit Sitz in Bielefeld, die mit einem Stammkapital von 100 000 Mark ausgestattet wurde, gehören heute 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für Josef Steffens vom Institut für Innovationstransfer an der Universität Bielefeld, das im Rahmen der Existenzgründungsförderung Hochschulangehörigen die Möglichkeit bietet, ihre Geschäftsidee in Form eines Profit-Centers zunächst am Markt zu testen, stellt die AMMMa AG ein erfolgreiches Beispiel der Ausgründung aus der Hochschule dar. 

"Hier wurde innovatives Fachwissen aus der Medienpädagogik erfolgreich angewandt und wirtschaftlich umgesetzt. Auf diese Weise werden wissenschaftliche Forschungsergebnisse und aktuelle Methoden außerhalb der Hochschule Industrie und Wirtschaft zugänglich gemacht", so der Diplom-Soziologe der IIT GmbH, "wir freuen uns, daß wir als Kooperationspartner Unterstützung dabei bieten konnten, daß aus der Verbindung von Lehre und Studium, Forschung und Wirtschaft ein erfolgreiches Unternehmensmodell entstanden ist."

MESSAGE:

Keine. Wer gründen will, verfolgt seine ureigene Message.

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ApfelSchmidt: Comuter Aided Selling steigert den Umsatz

Das multimedial-intuitive Softwaresystem DirectSale von ApfelSchmidt ist ein Instrument zur Unterstützung von Außendienst und Handelspartnern. Es löst die klassische Produktmappe mittelfristig ab. Wie andere CAS-Instrumente (Computer Aided Selling; oder SFA - Sales Force Automation) unterstützt DirectSale die rationelle Abwicklung von Verkaufsvorgängen. Der Fokus liegt aber auf der multimedialen Präsentation und Beratungsunterstützung mit dem Ziel, schneller, besser und mehr zu verkaufen. Deshalb ist es so aufgebaut, daß es von jedem Verkäufer problemlos bedient werden kann. Es wird auf einem Notebook eingesetzt und eignet sich für die Vermarktung aller Produkte, die im persönlichen Gespräch verkauft werden.

Die beiden Gründer Ralf Schmidt und Marko Apfel sind Diplom-Informatiker. Während diverser Auftragsprogrammierungen im Laufe des Studiums reifte die Idee, Vertriebsunterstützungssysteme zu konzipieren und zu realisieren. Wichtig sind dabei Intuition und Effizienz.

Während der Produktentwicklungsphase trägt sich eine solche Geschäftsidee selbstverständlich noch nicht selbst. Dazu Ralf Schmidt: "Sehr geholfen hat uns dabei die Förderung durch das Land NRW: Zum einen durch das PFAU-Programm (Programm zur Finanziellen Absicherung von Unternehmensgründern aus Hochschulen), das während der Produktentwicklungsphase finanzielle Absicherung bietet, zum anderen durch das Institut für Innovationstransfer (IIT) mit seiner Beratung und finanziellen Beteiligung an Marketing-Aktionen."

Der Übergang von einem Profit-Center in der IIT GmbH zur eigenständigen Gesellschaft ist noch für das Jahr 2000 geplant. Bis Ende 2001 wird ApfelSchmidt vier bis fünf Mitarbeiter beschäftigen.

DirectSale ist ein einzigartiges multimediales Präsentations-Tool auf Notebook-Basis. Die anspruchsvolle Software unterstützt Mitarbeiter bei Kundenpräsentationen und Verkaufsgesprächen unkompliziert und anschaulich. Ein Mausklick genügt, und die ganze ideenreiche Palette des Firmen-Programms erscheint auf dem Bildschirm.

Bei ApfelSchmidt steht immer der Anwender im Mittelpunkt. Das CAS wird für jedes Unternehmen individuell angepaßt, so daß es einerseits nicht aussieht 'wie von der Stange' und sich andererseits in den Workflow des Unternehmens integriert. Für Marko Apfel ist klar: "Programm-Oberflächen müssen den Benutzer dort abholen, wo er steht, und ihn schrittweise zu dem Ergebnis führen, das er will. Eine Software, für die der Verkäufer seine Arbeitsweise komplett umstellen muß, wird schwer angenommen."

Es ist Teil der Unternehmens-Philosophie von ApfelSchmidt, Software modular zu entwerfen, so daß später neue Funktionen integrierbar sind. Für Messeauftritte machen Slideshows über einen Videoprojektor vollautomatisiert die Produktpalette auch größerem Publikum zugänglich. Eine Internetschnittstelle ermöglicht die Kommunikation zwischen Außendienst und unternehmensinternem Warenwirtschaftssystem. Ausgefeilte interaktive Bestellformulare machen den Verkäufer und Kunden auf eventuelle Widersprüche aufmerksam. Dadurch wird der Bestellprozeß drastisch verkürzt. Für den weltweiten Einsatz kann die Präsentation mit einem Mausklick auf andere Sprachen umgeschaltet werden. Die erste Edition wurde für die Gundlach Display GmbH erstellt. Auf den nebenstehenden Bildern sehen Sie einige Screenshots. Dieses Softwaresystem stieß auf internationalen Messen wie 'POP Communication Show' in Paris und 'Marketing Services' in Frankfurt auf großes Interesse und erhält seit 1998 regelmäßig Preise für fortschrittliches Marketing. Schon beim ersten Messeauftritt war eine deutliche Umsatzsteigerung für Gundlach Display zu verzeichnen.

ApfelSchmidt plant für die nächsten Monate eine Expansion des Unternehmens und möchte hierzu neue Kunden gewinnen, für die weitere Editionen von DirectSale erstellt werden.

Die Gründer sind sich einig: "Auch wenn man im IT-Bereich mit unserer Qualifikation heute sehr hohe Gehälter erzielen könnte, lohnt sich eine Unternehmensgründung, sofern man die richtige Idee hat."


MESSAGE:

1)"Auch wenn's Geld kostet: Vor der Gründung die Produktidee auf Marktfähigkeit testen.
2) Vor der Gründung dachte ich: Persönliche Kontakte sind wichtig. Heute weiß ich: "Sie sind 90 Prozent des Geschäftserfolgs."

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Catapult Web Consulting: Consulting + Web-Agentur - eine Herausforderung

Web Consulting bedeutet, zwei wesentliche Bereiche zu verbinden. Den des Consultings für und insbesondere in Unternehmen und den einer Web-Agentur zum Abbilden von Unternehmensstrukturen im Web. Catapult Web Consulting hat diese Herausforderung bewußt angenommen.

Als Web-Agentur ist der Fokus dabei die Konzeption, Erstellung und Implementation von Unternehmenspräsentationen für Firmen aller Branchen und Größen. Die wesentliche Stärke liegt hier in kreativen Verfahren, die weit darüber hinaus gehen, lediglich das Corporate Design oder etwa die Angebotsstruktur eines jeweiligen Unternehmens strukturiert im Netz abzubilden. Im Laufe zahlreicher Projekte ist das Know-how zur Umsetzung dieser Ziele durch Erfahrung und gezielte Konzeptentwicklung stetig angewachsen und hat sich fortlaufend ausdifferenziert.

So wird heute eine funktionale Produktpalette für alle Bedürfnisse angeboten: Von einer einfachen Web-Visitenkarte bis hin zu der voll interaktiven Internetpräsenz mit E-Commerce Elementen wie Online Shop Systemen, Transaktionslösungen und Konzepten zur Anbindung an das jeweilige Warenwirtschaftssystem. Des weiteren sorgt das Unternehmen für alle Dienstleistungen rund ums Netz: Marketing im Internet (Catapult Success Promotion), Service und Wartungsleistungen und strategische Weiterentwicklung der Onlinepräsenz.

Als Consultant wird gezielt nach Wegen gesucht, die internen Unternehmensziele und Arbeitsstrukturen im Sinne eines verbesserten Work Flows, Prozeß- und/oder Projektmanagements in Konzepte für den Einsatz neuer Medien zu integrieren: Intranet- und Virtual Office Lösungen. Die Integration von elektronischen Kommunikationsmedien in eine bestehende Unternehmenskultur ist mehr als ein technischer Akt: Menschliche Kommunikation wird beeinflußt, verändert und gelenkt. Catapult nimmt diese Herausforderung an und begleitet ihre Projektpartner auf den Wegen zum Einsatz innovativer Knowledge- und Kommunikationstechnologien.

Diese Ziele sind nicht in einem luftleeren Raum entstanden, sondern sind erprobter und erlebter Gegenstandsbereich der Catapult-eigenen Unternehmenskultur. Informationstechnologien werden als der Ausgangspunkt des unternehmerischen Handelns im 21. Jahrhundert gesehen, technologiebasierte Lösungen für Menschen in aufgeschlossenen und innovativ arbeitenden Unternehmen als das Ziel.


MESSAGE:
Traut Euch!

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