Westfalenblatt

September 2003

Meyer: „Mehr als zufrieden“ 

Premiere lockt 600 Besucher

Von Manfred Köhler

 

Bad Salzuflen (köh). Mehr als 600 Besucher haben sich beim ersten deutschen Forum für Unternehmensnetzwerke „net’swork“ im Messezentrum Bad Salzuflen umgesehen. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt Peter Meyer von der Bielefelder Firma Survey Marketing+Consulting GmbH, die gemeinsam mit der Bertelsmann-Stiftung und der Universität Bielefeld unter dem Dach der Initiative für Beschäftigung OWL e.V. die Premiere möglich gemacht hat.

Die Aussteller hätten auf den Messeverlauf sehr positiv reagiert, die beiden Netzwerktage seien von vielen guten Gesprächen der 50 ausstellenden Unternehmen und der Besucher geprägt gewesen.

Das praktische Ziel des Forums, konkrete Verbindungen zwischen Firmen herzustellen, die eine mögliche Zusammenarbeit im Auge haben, sei vielfach ebenfalls erreicht worden.

Firmenchef Peter Meyer hat allein 14 Gespräche mit Branchenvertretern aus Marketing, Handwerk und Informations-Technologie geführt. Unter den Gesprächspartnern seien sowohl interessierte Neueinsteiger, wie auch alte Hasen gewesen, die auf Partnersuche seien. „Unsere Erwartungen sind mehr als erfüllt worden“ freut sich Meyer. Der Kooperationsbedarf sei sehr groß.

Für den Mitveranstalter Survey, der im Messegeschäft sein Geld verdient und in diesem Jahr in dieser Sparte acht Veranstaltungen durchgeführt hat, war die net’swork ein Experiment und keine Wirtschaftsveranstaltung. Das soll bei der sich abzeichnenden Wiederholung anders werden, ließ Meyer wissen.

Die besondere Stärke der net’swork zeigte sich in der Verknüpfung von Firmenpräsentation, Matching und wissenschaftlichem Kongress. Zahlreiche Wirtschaftsfachleute von den Hochschulen der Region und auch darüber hinaus begleiteten die Messe mit großem Interesse und tauschten sich bei Gesprächen in der Messehalle 19 aus. Unter ihnen auch Dr. Burckhard Kaddatz, Leiter Transfer der Universität Bielefeld und der Rektor der Bielefelder Uni, Professor Dieter Timmermann.

Für Kaddatz sind Netzwerke „virtuelle Fabriken“, die klare Antworten auf die Probleme einer ungesicherten Zukunft für kleine und mittelständische Unternehmen bieten. Auf dem Weg zu mehr Kooperation, die immer als Hauptziel die Wertschöpfung im Auge haben müsse, müssten auch Forschung und Wirtschaft kooperieren, betont Kaddatz. Dabei stelle sich auch für die Hochschulen die Forderung, sich in Zukunft immer mehr wie Unternehmen am Markt zu orientieren.

Nach Meinung von Professor Timmermann sei eine Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft jedoch nicht unproblematisch, wie man am Beispiel Amerika sehen könne. Informationen würden oft an die Forschung nicht weitergegeben, sondern für das Erreichen der eigenen Ziele genutzt. 

 

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