Westfalenblatt

08./09.11.2003

Kongress-Premiere stößt auf große Resonanz
Netzwerke sind Zukunft

Bad Salzuflen (WB). Von großen Hoffnungen der Initiatoren und 50 teilnehmenden Firmennetzwerken begleitet, ist im lippischen Raum der erste deutsche Kongress für Unternehmensnetzwerke eröffnet worden. Die von der Bertelsmann-Stiftung, der Initiative für Beschäftigung OWL und der Bielefelder Survey GmbH auf den Weg gebrachten Messe-Premiere stieß auch an höchster politischer Stelle auf sehr große Beachtung.

Wirtschaftsminister Wolfgang Clement hatte sein kommen angekündigt, war aber dann kurzfristig verhindert und ließ in einem Grußwort mitteilen: "In einer Zeit, in der wirtschaftliche Aktivitäten vor Ländergrenzen längst nicht mehr halt machen, die Globalisierung jeden Wirtschaftszweig erfasst, werden Unternehmensnetzwerke immer wichtiger."

Das fanden auch die hochkarätigen Teilnehmer bei der Eröffnung der Forums: Professor Dieter Timmermann (Rektor der Universität Bielefeld), Wolfgang Tolle (Launch Dreams, Washington), Fabio Colasanti (Generaldirektor der Informationsgesellschaft Brüssel) und Regierungspräsident Andreas Wiebe. In einer Talkrunde waren sie sich einig, dass die Zukunft den Netzwerken gehöre.


Vor allem die mittelständischen Unternehmen seien auf ihrem Weg in die Zukunft auf Kooperation in jeder Hinsicht angewiesen. In der Region habe sich die Kraft der Netzwerke vor allem im Gesundheitswesen und in der Möbelindustrie gezeigt, betonte Wiebe.

Für den gebürtigen Herforder und Deutsch-Amerikaner Wolfgang Tolle sind die USA das Vorbild dafür, wie selbstverständlich Netzwerke sein und wie wunderbar sie funktionieren können. Tolle: "Die Amerikaner wissen: Netzwerke bedeuten neue Aufträge, neue Märkte, mehr Wissen und Austausch." Dieter Meyer von der Survey GmbH, der vor zehn Jahren die ZOW ins Leben gerufen hat, ist die Kongress-Premiere in Bad Salzuflen ein Experiment, dessen Wiederholung er sich wünscht. Meyer: "Dann aber mit klassischer Unternehmensbeteiligung." Er hoffe, der Netzwerkgedanke fasse Fuß. Meyer: "Ihm gehört die Zukunft, wer sich ausschließt geht unter." Die Messe ist am Samstag von 9 bis 18 Uhr geöffnet.


Von Manfred Köhler

 

 

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