Bielefelder Universitätszeitung 222/2006, S. 25

03.04.2006


net'swork 2006 - Marketingfaktor für die Universität und die Region

BUZ) Am 21. und 22. Januar trafen sich im Rahmen der "net'swork 2006" im Messezentrum Bad Salzuflen "Netzwerker" aus Wissenschaft und Wirtschaft - bereits zum dritten Mal nach 2003  und  2004.

Die Initiative "net'swork" hat sich zur Plattform für Dienstleister "rund ums Netzwerk" entwickelt. Der Kongress bildet ein breites Spektrum der Netzwerkforschung ab und ist zum wichtigen Event für Netzwerkforschung und Netzwerkpraxis geworden.

In diesem Jahr präsentierten sich 40 Best-Practice-Netzwerke aus der Automobilindustrie, dem Maschinenbau, der Bildung, der Gesundheitswirtschaft und Regionalentwicklung.

Von der Transferstelle der Universität im Rahmen der "Initiative für Beschäftigung OWL" konzipiert und nun zum dritten Mal organisiert, zieht "net'swork" nicht nur die wichtigsten Repräsentanten der interdisziplinären Netzwerkforschung und der Netswerkpraxis im In- und Ausland an, sondern zunehmend auch Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik. In diesem Jahr konnten die Organisatoren unter anderem NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben, die Vorsitzende des Bundesausschusses für Forschung und Technologie Edelgart Bulmahn, sowie als Vertreter der Wirtschaft Dr. August Oetker begrüßen. Die 25 Referenten und mehr als 350 Teilnehmer, Aussteller und Besucher der "net'swork" konnten aus den Vorträgen und Foren viele neue Denkansätze und Impulse über die herausragenden Möglichkeiten der Netzwerkarbeit mitnehmen.

Die Universität Bielefeld trug wiederum wesentlich zum Profil und Erfolg der diesjährigen "net'swork" bei, die sich zu einem Markenzeichen für die Region in Wissenschaft und Praxis entwickelt. So moderierte Rektor Prof. Dr. Dieter Timmermann den ersten Tag des Kongresses mit neun vor allem wissenschaftlich ausgerichteten Themen - vom "Netzwerkmanagement" bis zu "Erfolgsmodelle strategischen Innovationsmanagements in US-Unternehmen". 

Prof. Dr. Bernhard Badura (Fakultät für Gesundheitswissenschaften) referierte im neuen Branchenworkshop "Gesundheitswirtschaft" zum Thema "Gesundheit in der Wirtschaft - Vernetzung fördert den Erfolg" und Prof. Dr. Reinhold Decker (Fakultät für Wirtschaftswissenschaften" stellte unter dem Thema "Perspektive Standortmarketing: Vom Cluster-Modell zum Innovationsnetzwerk" eine mit dem "Institut für Innovationstransfer an der Universität Bielefeld GmbH" (IIT) verbundene Entwicklungsperspektive vor, die international unter dem Thema "Science based regional development" diskutiert wird.

Der Workshop für Nachwuchswissenschaftler, die sich - z.B. im Rahmen ihrer Dissertation oder eines Drittmittelprojektes - mit Netzwerkthemen verschiedener Disziplinen befassen, wurde von Prof. Veronika Tacke (Fakultät für Soziologie) moderiert.

Die abschließende Diskussion mit Ministerin Christa Thoben, Prof. Dr. Günter Schuh (RWTH Aachen), Dr. med. Axel Praeger (Zürich), Rolf Struppek (Vorsitzender OWL Maschinenbau e.V.) und Dr. Klaus Adler (Spitzenmanager bei Audi AG) leitete Dr. Burckhard Kaddatz (Leiter der Transferstelle der Universität Bielefeld).

Ministerin Thoben verlieh anschließend den Preis "Net'sworker des Jahres 2006" an Herbert Koepplinger, Initiator und Betreiber des "Network of Automotive Excellence", in dem die wichtigsten Partner der Automobil-Branche kooperieren.

Die Netzwerkforschung hat im letzten Jahrzehnt auch in der Bundesrepublik Deutschland einen interessanten, stürmischen Verlauf genommen: Netzwerke sind zu einem Zukunftsthema der Forschung in verschiedenen Disziplinen geworden, von Betriebswirtschaft über die Regionalforschung, die Politologie und die Soziologie bis zur Innovationsforschung - allein die Diskussion über Wissensmanagement oder Informationslogistik überschreitet jede disziplinäre Eingrenzung.

Die nächste  "net'swork" findet im Frühjahr 2007 statt. Geplant sind - neben den wichtigsten Themen aus der Netzwerk-Forschung - Branchenworkshops zur Gesundheitswirtschaft, zum Automotive-Bereich und zum (Weiter-)Bildungsbereich. Die Palette der kooperierenden Unternehmen vor allem in diesen Wirtschaftsfeldern soll stark erweitert werden. Auch ein interaktives Portal für Netzwerker soll kommen.

Alle weiteren Informationen unter www.netswork.info

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